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Startseite > Materialien > Jahresbericht 2010 zu Risiken für Minderjährige im Internet  

Belästigungen, Mobbing, Hasskommentare: Immer mehr Verstöße im Web 2.0

Jahresbericht 2010 zu Risiken für Minderjährige im Internet

(31.05.11) Videos, die zu gefährlichen Würgespielen animieren. Bösartige Gerüchte in Communitys, die für betroffene Jugendliche zum Alptraum werden. Rassistische Kommentare auf Videoplattformen, die Vorurteile gegen Sinti und Roma schüren. jugendschutz.net stellt zunehmende Risiken für Kinder und Jugendliche im Web 2.0 fest. Besonders Betreiber internationaler Plattformen müssen sich stärker für den Jugendschutz engagieren. Aber auch die Netzgemeinde ist aufgerufen, User in ihre Schranken zu weisen, wenn sie das im Web 2.0 missbrauchen.

6.000 unzulässige Beiträge im Web 2.0 dokumentiert

39.000 Internetangebote kontrollierte jugendschutz.net 2010. Die Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr ist durch verstärkte Recherchen im Web 2.0 zu erklären. Nur noch ein Drittel der Fälle waren klassische Websites. 2.600 davon wiesen neue Verstöße auf, wobei eine Zunahme vor allem bei ausländischen Websites festzustellen war. Im Web 2.0 hat jugendschutz.net rund 6.000 unzulässige Videos, Profile und Kommentare dokumentiert.

Vier von fünf Jugendschutzverstößen schnell beseitigt

In vier von fünf deutschen Fällen konnten Verstöße durch Kontakte zu Providern schnell beseitigt werden. Sind Anbieter unkooperativ, wird die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eingeschaltet. Auch im Ausland war jugendschutz.net mit seinen Maßnahmen erfolgreich. In 80 % der absolut unzulässigen Fälle (z.B. Kinderpornografie, Nazi-Propaganda, Exekutionsvideos) konnte die Löschung erreicht werden, bei jugendgefährdenden Inhalten lag die Quote bei einem Drittel.

10.000 Hinweise bearbeitet und jugendaffine Szenen gezielt recherchiert

Über mehr als 10.000 Hinweise aus der Bevölkerung (hotline@jugendschutz.net), regelmäßige Kontrollen der wichtigsten Dienste und gezielte Recherchen stößt jugendschutz.net auf unzulässige Angebote. 2010 untersuchte das Team beispielsweise, wie Kinder über Teen-Model-Sites sexuell vermarktet werden, in welchem Umfang unzulässige Inhalte über große Bloggingplattformen verbreitet werden und welche Datenschutzmängel im Bereich der Kinderseiten existieren.

Tipps für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Jugendliche

jugendschutz.net nutzt seine Erkenntnisse aus der Recherche auch, um Kindern, Jugendlichen und Eltern einfache Hilfen an die Hand zu geben, wie sie die Chancen des Internets nutzen und Risiken vermeiden können. 2010 sind zwei Faltblätter für Eltern zu Internetcommunitys und Messengern wie ICQ erschienen. Auch die erste personalisierbare Startseite für Kinder hat jugendschutz.net entwickelt (surfen-ohne-risiko.net).

Download:
Jahresbericht 2010 (PDF, 4,2 MB)


http://www.jugendschutz.net/bilder/bericht_2010.jpg


siehe dazu: Jahresbericht 2010 (PDF, 4,2 MB)
 
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